Architekten das Großprojekt Gran Scala

Februar 21, 2009

Wie genau sich die Architekten das Großprojekt Gran Scala vorstellen, kann man noch nicht genau sagen. Dass es ein Projekt der Superlative werden wird, ist aber klar.

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Und auch aus den Plänen zum Bau des zweiten Las Vegas, kann man schon einiges auf die architektonischen Ausrichtungen schließen, die hier zu finden sein werden, sollte es Ende 2008 wirklich dazu kommen, dass der erste Spatenstich gemacht wird.

Geplant sind auf ca. 2000 ha insgesamt 32 Casinos, mehrere Themenparks, 70 Hotels, Pferderennbahnen, eine Stierkampfarena, mehrere Golfplätz, mehr als 500 Ladengeschäfte, 12 Museen, ein Kongresszentrum, Opern- und Theaterhäuser, mehr als 200 Restaurants, ein Hippodrom, Parks, eine Einkaufspassage, Konzertsäle, Freilichtbühnen und vieles andere mehr an Attraktionen.

Die Themenparks sollen sich dabei um Themen angefangen von der Steinzeit über das alte Rom, das antike Griechenland, die Pharaonen und die Renaissance bis hin zur nahen Zukunft drehen. Auch Parks mit spannenden Namen wie Spyland und Acquantica sind geplant und werden in ihrer Umsetzung sicherlich ganz im Zeichen des jeweiligen Themas stehen.

Betrachtet man das ganzen aus der Luft, soll sich eine runde Struktur ergeben, die einer Uhr nachempfunden ist, wobei jede Zeitzone auch gleich mit einer Epoche zu setzen ist. Die planenden Architekten wollen dabei aus zwei riesigen konischen Ringen das Grundgerüst von Gran Scala errichten. Der äußere soll einen Durchmesser von ca. 4,5 Kilometern haben. Er dient dazu, das Gebiet in 16 Zonen aufzuteilen, was den entsprechenden Themengebieten entspricht. Im inneren Ring werden 6 Themenparks zu finden sein, in der Mitte dagegen ist ein gigantischer Turm geplant, der über allen anderen Attraktionen weithin sichtbar sein soll.

Allein um das alles zu errichten, wurde eine Baudauer von 10 Jahren mit einem Investitionsvolumen von mehr als 17 Milliarden Euro angesetzt.

Für die architektonische Leitung verantwortlich zeichnen werden wohl die Firmen Art Build Europtima und ND Architects, die alle zur Investorengruppe der ILD gehören.

Architekten das Großprojekt Gran Scala


Spanisches Las Vegas: Die Entwürfe für Gran Scala

Juni 1, 2008

für Gran Scala

Gran Scala: Auch in Spanien soll es ein Las Vegas geben

In Spaniens einstigem Königreich Aragonien, in der trockensten Region des Landes, sollen schon bald Scharen von Touristen strömen. Eine Investorengruppe will für 17 Milliarden Euro eine gigantische Vergnügungsstadt bauen. Zwar laufen Umweltschützer Sturm gegen die Pläne, aber die Landesregierung in Saragossa fegt die Bedenken beiseite.

Mitten im wüstenartigen Naturschutzgebiet Los Monegros, vor den Toren Saragossas , will die britische Investorengruppe International Leisure Department (ILD) einen gigantischen Freizeitpark bauen, der neun Casinos beherbergen soll. Im iberischen Las Vegas sollen auf 2000 Hektar Fläche 32 Hotels, fünf Themenparks, Pferderennbahn, Stierkampfarena und mehrere Golfplätze gebaut werden.

Der Bau der pharaonischen Vergnügungsstadt dürfte zehn Jahre dauern und etwa 17 Mrd. Euro kosten. „Das ist eine einmalige Chance. Wir sprechen hier von Privatinvestoren, die ein noch nie da gewesenes Projekt für unsere Region entwickelt haben“, rühmt José Angel Biel, der Vizepräsident der nordspanischen Region das Vorhaben, das bereits auf den

Namen Gran Scala getauft wurde.
Umweltschützer laufen jedoch Sturm, denn die magische Wüstenlandschaft sucht ihresgleichen, mit nur knapp acht Einwohnern pro Quadratkilometer hat sich hier eine ganz besondere Flora und Fauna entwickeln können.
Doch die aragonesische Regierung in Saragossa fegt derlei Bedenken beiseite. „Jede Region würde sich um so ein Projekt reißen“, so Biel. In der Tat ist Spanien in den letzten Jahren ein Mekka der Freizeitparks geworden. Der US-Unterhaltungsmulti Universal betreibt den Vergnügungspark Port Aventura südlich von Barcelona, und Warner Brothers hat sich in der Nähe von Madrid angesiedelt, kleinere Anlagen wurden an der Costa Blanca und in Sevilla eröffnet.
Zwölf Millionen Besucher werden erwartet
Doch mit der neuen Konkurrenz können sich diese Parks nicht messen. Gran Scala soll es auf zwölf Millionen Besucher pro Jahr bringen. Biel erhofft sich jährliche Steuereinnahmen in Höhe von 600 Mio. Euro und 30.000 Arbeitsplätze.
„Der Standort Aragonien ist ideal“, sagt auch José Moliner der sich im Auftrag der Landesregierung um Investitionen aus dem Ausland bemüht. „Nirgendwo in Europa gibt es noch soviel Platz wie hier“. Schon jetzt steht Saragossa, wo im nächsten Jahr die Expo 2008 stattfinden wird, ganz im Zeichen des Aufbruchs. Denn dank der Investitionen in Höhe von zwei Mrd. Euro für die internationale Ausstellung sind schon 7000 neue Arbeitsplätze entstanden, ein Segen für Saragossa, das traditionell sehr stark von der Autoindustrie abhängig ist.
Der erste Spatenstich für Gran Scala dürfte im kommenden Jahr erfolgen. Denn die französische Gruppe Spyland wird den ersten der fünf Themenparks in der Wüstenstadt errichten. Hier können die Besucher, ganz wie es der Name suggeriert, auf den Spuren berühmter Spione und Agenten wandeln.
Zuvor hatten die Spylander vergeblich in Frankreich und in Dubai nach einem geeigneten Standort Ausschau gehalten. Die Unterstützung der Regierung, die guten Infrastrukturen und die niedrigeren Gehälter in Spanien seien ausschlaggebend gewesen, sagt der Chef von Spyland, Patrick de Saint Simon, der hier 300 Mio. Euro investieren will.

Bislang tummeln sich nur ein paar Eidechsen auf dem hundert Hektar großen Gelände, das die Franzosen ausgewählt haben. Doch das könnte sich bald ändern. Denn dank der neuen Schnellzugstrecke von Madrid nach Barcelona und dem Autobahnnetz um Saragossa ist die Gegend verkehrstechnisch optimal angebunden, im Umkreis von 300 Kilometer leben 20 Millionen Menschen.
Die Idee von der Wüstenstadt hat auch die libanesische Versicherungsgruppe UFA und internationale Spielautomatenhersteller, die sich am Projekt beteiligen wollen, fasziniert. Jetzt suchen die Initiatoren noch Hotelketten, Spielkasino- und Freizeitparkbetreiber für Gran Scala. Für Immobilienkonzerne und Baufirmen käme die Wüstenstadt wie gerufen, nachdem es an der Küste kaum mehr Platz für neue Betonburgen und Reihenhaussiedlungen gibt.
Nur einer äußerte bislang Skepsis darüber, ob die Las-Vegas-Replik tatsächlich kommen und Saragossa zu Ruhm verhelfen wird: Juan Alberto Belloch, Bürgermeister der Stadt. „Vor zwanzig Jahren wollte sich Eurodisney unbedingt in meiner Heimatstadt Valencia etablieren, aber letztendlich machte ja dann doch Paris das Rennen.“